Mit der Anhörung eines Gutachters ist heute vor dem Landgericht in Bayreuth der Mordprozess im Fall Claudia K. aus Kulmbach fortgesetzt worden. Der Experte hat dem Angeklagten eine frühere Alkoholsucht bescheinigt, er halte ihn mittlerweile aber aufgrund seines moderaten Konsums nicht mehr für behandlungsbedürftig. Auch sei der Angeklagte laut Gutachter schuldfähig. Durch einen früheren Arbeitsunfall habe er keinen Hirnschaden erlitten. Dass er sich an nichts mehr erinnere, nehme er ihm nicht ab. Vor allem, weil Werner M. eine völlig neue Variante vom Tattag erzählte. Nämlich dass, nachdem seine Lebensgefährtin ihm beim Nachhausekommen erzählte, dass sie gerade von einem anderen kommt, er rot gesehen habe.
Des Weiteren sind heute zwei Frauen gehört worden, mit denen Werner M. auf Dating-Plattformen Kontakt hatte, die diesen Kontakt aber bald wieder abgebrochen haben, nachdem er ihnen Dig-Pics geschickt habe.
Morgen (Donnerstag) soll noch ein Polizist als Zeuge gehört werden, am Freitag sind die Plädoyers geplant. Ein Urteil soll am 8. Oktober fallen.