Wir stecken mitten in den Rauhnächten für viele eine mystische Zeit zwischen Weihnachten (25. Dez.) und Dreikönig (6. Jan.). Eine Phase der inneren Einkehr, der Reinigung und der Vorbereitung auf das neue Jahr, in der alte Bräuche wie Räuchern gegen böse Geister und Orakel zur Zukunftsdeutung praktiziert werden. Auch beim Wetter spielen die Rauhnächte eine Rolle, weiß unser Wetterkönig, Christian König.
Es ist aus dem Mittelalter her ein bisschen Brauchtum, zwischen den Jahren zu schauen, wo wird denn die Reise hingehen? Und deshalb sagt man da auch, die zwölf Rauhnächte und -Tage, die gelten für die zwölf Monate. Und da sind wir jetzt gerade am sogenannten Thomas-Tag, am 29. Das ist der Tag, an dem man ganz besonders aufs Wetter schaut, weil man früher halt gemeint hat, man könnte draus erkennen, wie das nächste Jahr wird.
Das würde bedeuten, dass das neue Jahr eher unterkühlt aber trocken wird.
In den Rauhnächten darf man keine Wäsche waschen, keine Fingernägel schneiden und wer nicht aufpasst, kann die wilden Reiter treffen, nachts auf einer Kreuzung, heißt es in alten Sagen.