Wohnen wird für immer mehr Menschen auch in Bayern zur finanziellen Belastung. Das zeigt der aktuelle Mietenreport des Deutschen Mieterbundes. Deutschland bleibt mit einer Mietquote von 52,8 Prozent das Mieterland Nummer eins in Europa.
Auch die Caritas Bamberg spricht deshalb von einer zunehmenden sozialen Krise. Bei fast vier von fünf armutsbetroffenen Menschen sind die Wohnkosten besonders problematisch. 58 Prozent der Mieter geben an, dass ihre Wohnkosten innerhalb eines Jahres gestiegen sind. 29 Prozent sorgen sich, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können und obendrauf kommen die steigenden Energiepreise.
Die Caritas im Erzbistum Bamberg hat deshalb in diesem Jahr bereits mehr als 140.000 Euro an Energiebeihilfen in ganz Oberfranken ausgezahlt. Bis Jahresende rechnet die Caritas damit, dass sie rund 300.000 Euro auszahlen wird, so viel wie noch nie.
Die Caritas fordert mehr bezahlbaren Wohnraum und eine verlässliche Unterstützung für Haushalte mit wenig Einkommen. Denn immer mehr Menschen müssten sonst zwischen Miete, Heizung und Lebensmitteln abwägen.