Der DGB Oberfranken hat sich übers Wochenende am bundesweiten Aktionstag für einen Mietenstopp beteiligt. „Wohnen darf kein Luxus sein – doch genau das wird es auch in Oberfranken zunehmend“, sagte
Mathias Eckardt, Regionsgeschäftsführer des DGB Oberfranken. Die Mieten steigen rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen, beklagt die Gewerkschaft. In den vergangenen zehn Jahren seien die Mieten in Kulmbach um 57,3 Prozent gestiegen. Im Jahr 2016 lag der Quadratmeterpreis laut DGB noch bei 6 Euro, Anfang 2026 bei 9,44 Euro. „Wenn das so weitergeht, verlieren immer mehr Menschen ihr Zuhause oder werden aus ihren Vierteln verdrängt“, betonte Eckardt.
Die Gewerkschaft fordert einen sechsjährigen Mietenstopp, plus den massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau, eine Mietpreisbremse und die Ahndung von Mietwucher. Wohnen ist ein Grundrecht, sagt der DGB, Bund, Länder und Kommunen müssten hier Verantwortung übernehmen.