Milde Geldstrafen für Klimaaktivisten: Bayreuther stoßen auf Verständnis bei Münchner Richterin

17. Mai 2023 , 07:21 Uhr

 

Zwei Klimaaktivisten aus Bayreuth sind vor dem Amtsgericht in München gestern zu Geldstrafen verurteilt worden, mit ihnen der 61jährige Nürnberger Jesuitenpater Jörg Alt. Bemerkenswert, die Richterin sah den Tatbestand der Nötigung erfüllt, ist aber beim Strafmaß von den Forderungen der Staatsanwaltschaft deutlich nach unten abgewichen.
Eine Bayreuther Uni-Dozentin und ein Geoökologie-Student müssen 400, beziehungsweise 150 Euro  Strafe zahlen, der Jesuitenpater nur 10 Euro, weil er ein Armutsgelübde abgelegt hat.

Die drei hatten im letzten Oktober mit der Gruppe Scientist Rebellion eine Straße am Münchner Justizpalast eine Stunde lang blockiert. Die Richterin zeigte sich von den wissenschaftlichen Argumenten der Aktivisten beeindruckt, heißt es und meinte, die Aktivisten seien für die Klimabewegung hilfreich. Die Bayreuther hatten in Beweisanträgen auf die Zielhaftigkeit von Protesten und die wissenschaftlichen Hintergründe der Klimaentwicklung abgehoben.

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