Gesundheit

Ministerin: HPV-Impfung kann vor Krebs schützen

03. März 2026 , 07:25 Uhr

Humane Papillomviren (HPV) können Krebs verursachen. Wieso eine Impfung laut Fachleuten schon in frühen Jahren wichtig ist.

Eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) kann vor bestimmte Krebsarten schützen – Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) wirbt anlässlich des Welt-HPV-Tags am 4. März deshalb für eine Impfung.

56 Prozent der 18-jährigen Mädchen und 26 Prozent der 18-jährigen Jungen in Bayern waren nach Angaben des Ministeriums 2024 vollständig gegen HPV geimpft. Die Impfquoten seien in den vergangenen Jahren langsam gestiegen, lägen aber noch weit von den angestrebten 90 Prozent für einen wirksamen Bevölkerungsschutz entfernt, hieß es. 

Wieso ist eine Impfung wichtig?

«Die HPV-Impfung kann fast vollständig vor Viren schützen, die später Krebs auslösen können – und damit Leben retten», teilte Gerlach mit. HPV können verschiedene Krebsarten auslösen, etwa Gebärmutterhalskrebs und Tumore im Mundraum oder Genitalbereich. 

«In Bayern gibt es jedes Jahr knapp 700 bösartige Neuerkrankungen und rund 200 Sterbefälle durch Gebärmutterhalskrebs», erklärte Gerlach. Viele HPV-Infektionen blieben unbemerkt. Deshalb sei es wichtig, Mädchen und Jungen rechtzeitig zu schützen. 

Wann sollte die Impfung erfolgen?

Die Erreger werden nach Angaben des Ministeriums vor allem beim Sex übertragen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt deshalb eine Impfung für alle Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren. Der Schutz ist dem Robert Koch-Institut am höchsten, wenn die Impfung schon vor dem ersten möglichen Kontakt mit diesen Viren erfolgt.

Quelle: dpa

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