Landarztversorgung

Ministerium: Weiter großes Interesse an Landarztprämie

05. April 2026 , 03:30 Uhr

Der Freistaat bezuschusst Mediziner, die sich außerhalb großer Zentren niederlassen. Die Zahl der Anträge ist im Jahresvergleich allerdings nach unten gegangen.

Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringerten Anzahl von Anträgen bleibt das Interesse an der bayerischen Landarztprämie hoch. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres seien 53 Anträge auf Förderung eingegangen, teilte das Gesundheitsministerium in München mit. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 81 Anträge. 

Wenn sich ein Mediziner oder eine Medizinerin mit eigener Praxis in einer Kommune mit weniger als 20.000 Einwohnern niederlässt, kann er beim Freistaat eine Prämie in Höhe von bis zu 60.000 Euro beantragen. Der Staat will damit dazu beitragen, die ärztliche Versorgung außerhalb großer Ballungszentren sicherzustellen.

43 Anträge bewilligt

«Bewilligt wurden dieses Jahr bereits 43 Anträge», sagte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). «Damit konnten wir schon 21 Hausärztinnen und Hausärzte, eine Frauenärztin, zwei Kinderärzte, einen Augenarzt, eine HNO-Ärztin, zwei Urologen, 13 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie zwei Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen im ländlichen Raum unterstützen.»

«Die Verfügbarkeit der ärztlichen Versorgung darf nicht von der Postleitzahl abhängen», betonte die Ministerin. Seit Einführung der Prämie 2012 seien bereits 1.521 Niederlassungen von Ärzten, Gründungen medizinischer Versorgungszentren (MVZ) und Bildungen von Filialpraxen gefördert worden.

Quelle: dpa

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