In 20 Tagen werden die Bayreuther Festspiele eröffnet. Im Vorfeld gibt es Irritationen und einen verärgerten jüdischen Publizisten, Michel Friedman. Grund ist ein geplanter Auftritt Friedmans zu einer Gedenkveranstaltung vor der Festspieleröffnung am 26. Juli. Die Gedenkveranstaltung sollte an jüdische Musiker erinnern, die während der NS-Zeit verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Michel Friedman war als Hauptredner geladen. Dann wurde er ausgeladen, was bundesweit Empörung ausgelöst hat. Jetzt entschuldigt sich Intendantin Katharina Wagner, laut dpa, spricht von hausintern erheblichen Kommunikationsdefiziten und einer fatalen Fehleinschätzung.
Die Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman soll nun wie ursprünglich geplant am 26. Juli in der Eröffnungswoche stattfinden. Katharina Wagner erwartet eine durchaus kritische Rede des jüdischen Publizisten. Denn Komponist Richard Wagner, der Gründer der Bayreuther Festspiele, verfasste antisemitische Schriften und die Festspiele galten als eng verflochten mit nationalistisch-völkischem Gedankengut. Adolf Hitler, war immer wieder zu Gast in Bayreuth.