Wenn über die Krankenhausreform geredet wird, dann werden die Hausärzte regelmäßig ausgelassen, obwohl sie die Auswirkungen tragen. Das wirft die Kassenärztliche Vereinigung der Bundesregierung vor. Heute gibt es eine außerordentliche Versammlung der KV in Berlin, an der auch Kulmbacher Ärzte teilnehmen.
Anja Tischer zum Beispiel, Vorsitzende des Hausarztvereins in Kulmbach und Mitglied der Vertreterversammlung, sagt im Gespräch mit unserem Sender, wenn die Krankenhäuser künftig mehr ambulante Operationen durchführen, müssen die Hausärzte die Nachsorge übernehmen,. Entsprechend solltbn die niedergelassenen Ärzte in die Reform eingebunden werden. Und die Thurnauer Ärztin macht auf ein weiteres Problem aufmerksam. Weil in Krankenhäusern Personal fehlt, werden immer öfter Arzthelferinnen abgeworben. In Kulmbach sei das ausdrücklich nicht der Fall, betont Anja Tischer, aber bundesweit durchaus ein Problem. Wenn aber bei den Ärzten das Personal knapp werde, sei das ein weiterer Punkt, der die Versorgung schwäche.