Vor dem Landgericht in Bayreuth ist gestern der Mainleuser Mordprozess fortgesetzt worden. Eine junge Zeugin, ehemalige Freundin des des Mordes angeklagten Paketfahrers, hat bestätigt, was viele Zeugen vor ihr schon beschrieben haben. Das Haus in der Spinnereistraße in Mainleus sei eine Trinker-WG gewesen, in der das Mordopfer, Heiko F. der Prügelknabe war. Er sei oft verprügelt worden, musste sein Geld abgeben, Bier holen und sei des Gelddiebstahls bezichtigt und gefoltert worden, bis er gestand.
Die beiden Angeklagten, Paketfahrer Marcel E. und Tina H. Freundin des Hausbesitzers, schweigen laut Bayerische Rundschau nach wie vor zur Tatnacht im Februar.
Die Staatsanwaltschaft wirft Marcel E. vor, den schwer verprügelten Heiko F. in seinem Hermes-Auto in ein Waldstück bei Peesten gefahren zu haben. Tina H. soll ihm geholfen haben, den Bewusstlosen in den Lieferwagen zu tragen. Angeklagt sind sie wegen Mordes und Beihilfe zum Mord. Bei Marcel E. geht es auch um Sicherungsverwahrung wegen Gemeingefährlichkeit.
Heute sollen weitere Zeugen aussagen, kommende Woche sollen die Sachverständigen gehört werden, bevor Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers halten. Das Urteil soll Montag in einer Woche gesprochen werden.
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