Heino möchte Zeichen setzen

Nach AfD-Post: Heino will 30.000 Euro - mindestens

07. Juli 2026 , 13:22 Uhr

Eine Wahlwerbung der AfD mit Heino hat ein juristisches Nachspiel. Der Volksmusiker will sich nicht vereinnahmen lassen. Er fordert von der AfD wegen Verletzung seiner Rechte eine erhebliche Summe.

Eine Wahlwerbung mit Heino hat für die AfD möglicherweise ein teures Nachspiel. Der Volksmusiker habe beim Landesgericht Innsbruck eine Klage wegen immateriellen Schadens über 30.000 Euro eingereicht, sagte sein Manager Helmut Werner der Deutschen Presse-Agentur. Es seien durch die AfD Uckermark Persönlichkeitsrechte und Markenrechte des 87-Jährigen verletzt worden. Zuvor hatte die «Märkische Oderzeitung» berichtet.

Grundsätzlich wehre sich Heino gegen die Vereinnahmung seiner Person für politische Zwecke, so Werner. Die AfD-Wahlwerbung sei ein Nährboden dafür, dass Heino in die rechte politische Ecke gestellt werde, wo er nicht hingehöre, sagte Werner. Der AfD-Politiker Felix Teichner hatte vor der Landratswahl in der Uckermark im April in sozialen Medien geschrieben: «Am Sonntag würde Heino Felix wählen.» «Das hätte er nicht getan», sagte Werner jetzt. 

Klage soll «klares Zeichen» setzen

Die Klage sei ein «ganz klares Zeichen gegen unerlaubte Wahlwerbung mit bekannten Gesichtern», sagte der Manager weiter. Es werde auch geprüft, ob gegen den AfD-Politiker selbst noch juristisch vorgegangen werde.

Heino, der mit seinen Volksliedern und bei seinen Auftritten eine stark patriotische Seite pflegt, habe sich in jüngerer Zeit nur einmal öffentlich politisch geäußert, sagte Werner. Er habe sich bei der vergangenen Bundestagswahl als CDU-Wähler und Unterstützer von Friedrich Merz positioniert. 

Die AfD Uckermark hatte nach Gerichtsangaben bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben. Damit verpflichtet sie sich, solche Werbung künftig zu unterlassen.

Quelle: dpa

 

AfD Brandenburg Deutschland Justiz Leute Musik Partei

Das könnte Dich auch interessieren

03.07.2026 Clueso zu Erfurt: «Definitiv politisches Konzert» Parallel zum Bundesparteitag der AfD in Erfurt spielt Clueso ein großes Konzert auf dem Domplatz. Was er geplant hat, wen er angemorst hat und wo er seine Aufgabe in der Gemengelage sieht. 03.07.2026 Rapper Finch: Auf der Bühne übe ich als Kunstfigur Kritik Nicht nur Beats: Musiker Finch nutzt die Bühne auch, um Missstände anzuprangern. «Wenn Musik nichts zu sagen hat, kann sie nicht bestehen.» Was ihn antreibt, auch weiter den Osten zu thematisieren. 07.07.2026 Deutschrapper 18 Karat darf nach Portugal abgeschoben werden Aktuell sitzt er wegen Drogendelikten im Gefängnis, doch die Stadt Dortmund will, dass er in sein Heimatland Portugal abgeschoben wird. NRWs oberstes Verwaltungsgericht gibt dafür nun grünes Licht. 07.07.2026 Heinzmann: Weinte nach «Masked Singer»-Rauswurf drei Tage 2020 trat Stefanie Heinzmann mit einer Dalmatiner-Maske und stark verstellter Stimme bei «The Masked Singer» auf - und flog sofort raus. Sie fühlte sich damals seltsam «bloßgestellt», erzählt sie nun.