Wenige Tage, nachdem sich der Kulmbacher Florian Dzeladini bei der „Fight Night“ den EM-Titel im Boxen geholt hat, kann er es immer noch nicht richtig glauben, hat er im Gespräch mit unserem Sender erklärt.
Der 27-Jährige ist Europameister der WBF – der „World Boxing Federation“ im Cruisergewicht bis maximal 90 Kilo. Er ist der erste Profi-Boxer aus Kulmbach, der einen internationalen Titel gewonnen hat. Dafür hat er über Monate viel trainiert – unter anderem Kondition. Organisiert hat die „Fight Night“ sein Verein – „Illyrian Boxing“. Sie wollen zeigen, dass es bei dieser Sportart nicht um Gewalt geht.
Ich selbst sehe Boxen wie ein Schachspiel. Ich versuche den Gegner zu lesen, welchen Schritt er macht, dass ich den Gegenschritt mache, um ihn auszuspielen. Man sagt immer, die Kunst von Boxen ist es, treffen ohne getroffen zu werden.
Dass Boxen trotzdem gefährlich sein kann, hat der Titelkampf gezeigt. Dzeladini hat seinem Gegner den Kiefer gebrochen. Das sei aber nie das Ziel eines Boxers, den Kontrahenten absichtlich stark zu verletzen. Dzeladini kann nun von anderen Boxern um diesen Titel herausgefordert werden. Er hat erklärt, erstmal eine kleine Pause einlegen, dann aber weiterkämpfen zu wollen.