Der Landkreis Kulmbach ist beim öffentlichen Nahverkehr offenbar abgehängt. Das zeigt nach Informationen des Kulmbach-Wunsiedler SPD Landtagsabgeordneten Holger Grießhammer der neue ÖV-Atlas 2026 der Agora Verkehrswende.
Demnach haben rund 53.000 Menschen im Landkreis kein ausreichendes ÖPNV-Angebot. Auf der Schulnotenskala erreicht Kulmbach lediglich die Note 5,5.
SPD-Fraktionschef und Landtagsabgeordneter Grießhammer fordert deshalb eine ÖPNV-Offensive. Busse müssten häufiger fahren, Anschlüsse verlässlicher und auch kleinere Orte besser angebunden werden. Ein Bus alle paar Stunden sei kein ausreichendes und verlässliches Verkehrsangebot, so Grießhammer.
Bayernweit haben laut Studie rund fünf Millionen Menschen kein gutes Mindestangebot. Vor allem auf dem Land gebe es große Lücken, während der Nahverkehr in Städten vielerorts besser funktioniere.
Auch beim Ausbau und bei der Elektrifizierung des Schienennetzes in Nordbayern sieht Grießhammer Nachholbedarf. Gute Bus- und Bahnverbindungen seien außerdem ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Beschäftigte. Der Freistaat müsse deshalb mehr Verantwortung und auch mehr Geld für den Ausbau des ÖPNV übernehmen.