Der plötzliche Tod von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sorgt auch in Oberfranken für große Betroffenheit über Parteigrenzen hinweg. Politiker aus der Region, darunter Freie Wähler-Landtagsabgeordneter Rainer Ludwig, der langjährige Landrat Klaus Peter Söllner und CSU-Kreisvorsitzender und Bezirkstagspräsident Henry Schramm, haben gegenüber Radio Plassenburg ihre Bestürzung geäußert. Der SPD-Fraktionschef im Landtag, Holger Grießhammer aus Wunsiedel, zeigt sich persönlich tief betroffen. Aiwanger sei ein streitbarer und leidenschaftlicher Politiker gewesen.
Nach einem ersten Obduktionsergebnis starb Aiwanger ohne Fremdverschulden, Hinweise auf ein Verbrechen gibt es also nicht. Weitere rechtsmedizinische Untersuchungen laufen noch.
Die Vertretung im Bayerischen Wirtschaftsministerium übernimmt vorerst Staatssekretär Tobias Gotthardt. Wie es für die Partei weitergeht ist offen, Aiwanger war nicht nur das Gesicht der Freien Wähler, sondern der treibende Motor und ihr Zentrum.
Ministerpräsident Söder hat Trauerbeflaggung angeordnet, ab heute liegt im Prinz-Carl-Palais in München ein Kondolenzbuch aus.