Für 200 Millionen Euro

Paris baut Radwegenetz weiter aus

15. Oktober 2026 , 01:00 Uhr

Von einer mit Autos vollgestopften Metropole hat Paris sich längst in eine Stadt mit intensivem Radverkehr gewandelt. Jetzt investiert die Stadt 200 Millionen Euro in neue Radwege.

Seit Jahren treibt Paris eine Verkehrswende mit mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer voran, nun sollen Hunderte weitere Kilometer Radwege angelegt und gefährliche Kreuzungen entschärft werden. 200 Millionen Euro Investitionen sieht der neue «Plan Vélo» der «Hauptstadt des Fahrrads» bis 2032 vor, wie Paris sich längst rühmt. Es gehe darum, mit der wachsenden Fahrradnutzung Schritt zu halten und sichere, durchgängige Verbindungen zu schaffen, sagte Bürgermeister Emmanuel Grégoire.

Schon jetzt verfügt Paris über 454 Kilometer Radwege, einschließlich der auf Straßen markierten Fahrstreifen für Räder ist das Netz rund 1.600 Kilometer lang. Seit 2020 nahm die Fahrradnutzung um 47 Prozent zu. Jeder Zehnte fährt nach Angaben der Stadt inzwischen mit dem Fahrrad zur Arbeit, 2017 waren es noch 4,8 Prozent. Auf einer viel genutzten Straße im Zentrum etwa wurden binnen eines Jahres 6,1 Millionen Radfahrer gezählt.

Autoverkehr soll strenger überwacht werden

Nun sollen 140 Kilometer weiterer Radwege gebaut und 220 Kilometer Einbahnstraßen für den Radverkehr in entgegengesetzte Richtung hergerichtet werden. 420 Kreuzungen sollen für eine sicherere Nutzung durch Radfahrer umgebaut werden. Außerdem sollen zusätzliche Beamte der Stadtpolizei den motorisierten Verkehr überwachen und Verstöße gegen Radfahrer und Fußgänger ahnden.

Bei rund jedem zweiten Radfahrunfall in Paris nämlich ist laut den Statistiken ein Auto beteiligt. 2024 wurden etwas mehr als 1.000 Radfahrer bei Unfällen verletzt, 67 davon schwer. Zwei Radfahrer verunglückten tödlich.

Quelle: dpa

 

Frankreich Klima Kommune Umwelt Verkehr

Das könnte Dich auch interessieren

06.10.2026 Fast jeder zweite Bus in Nürnberg fährt elektrisch Nürnberg fährt bei E-Bussen relativ weit vorn mit, dafür erntet Augsburg Kritik: Denn dort gibt es bisher keinen E-Bus. Doch die Augsburger sehen ihre Busflotte dennoch als umweltfreundlich an. 06.10.2026 Umwelthilfe: In vielen großen Städten rollen Verbrennerbusse In vielen Großstädten fahren weiterhin überwiegend Busse mit Dieselmotor. Das hat die Deutsche Umwelthilfe herausgefunden. Es gibt aber auch Kommunen, die auf batteriebetriebene Elektrobusse setzen. 01.10.2026 Trockenheit: Dorf im Spessart muss Wasser sparen Mainfranken ist die wärmste Region Bayerns. Nach monatelanger Trockenheit ist vielerorts auch der Grundwasserspiegel sehr niedrig. 30.09.2026 Alternativer Nobelpreis: Frauen gegen mächtige Systeme Sie legen sich mit mächtigen KI-Konzernen und Regierungen an: Der Alternative Nobelpreis ehrt Frauen und von Frauen geführte Organisationen, die mutig für eine Umverteilung der Macht kämpfen.