Pilze als Zeichen für gute Lebensräume: Umweltminister startet Schutzprojekt bei Bad Staffelstein

20. April 2026 , 12:29 Uhr

Bayern will seine Pilze besser schützen. Dafür hat Umweltminister Thorsten Glauber heute in Bad Staffelstein ein neues Projekt gestartet. Im Fokus stehen waldfreie Wiesen, Weiden und Feuchtgebiete. Geplant sind unter anderem Wiederansiedlungen von Pilzen und gezielte Schutzmaßnahmen, um die Lebensräume der Pilze langfristig gesichert werden.

Pilze sind essenziell für den Kreislauf des Lebens. Sie zersetzen organisches Material, wandeln es in Humus um und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Man sieht viele von ihnen gar nicht, aber da wo es sie gibt, zeigen sie, hier ist der Lebensraum  in Ordnung. In unserer modernen Welt analysiert man mit Meta-Barcoding, damit kann man die DNA ganzer Lebensgemeinschaften analysieren. Für die Wiederansiedlung von Pilzen impft man Totholz beispielsweise mit Myzel, und zum Programm gehört auch im Zweifel das Ankaufen von Grundflächen.

Das Geld für das Projekt kommt aus dem Bayerischen Naturschutzfonds,  rund 764.000 Euro für die nächsten vier Jahre. Mit im Boot sitzen der Landesbund für Vogelschutz, der Bayerische Naturschutzfonds und die Uni Bayreuth.

Pilze Projekt

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