Pisa-Offensive für Lesen, Schreiben und Rechnen: Kulmbacher Schulamtsleiterin sieht keinen Grund für Aufregung

29. Februar 2024 , 09:57 Uhr

Mehr Zeit für Mathe und Deutsch in den Grundschulen soll die Pisa-Offensive der Bayerischen Staatsregierung bringen, die Kultusministerin Anna Stolz am Dienstag vorgestellt hat. Zuletzt wurde hitzig über den Religions- und den Englischunterricht in der Grundschule debattiert. Jetzt steht fest, es trifft die kreativen Fächer. Kunst, Musik, Werken und Gestalten werden zu einem Verbundfach zusammengespannt.
Petra Rauh, die Leiterin des Kulmbacher Schulamtes sieht allerdings keinen Grund zur Aufregung.

Das ist jetzt natürlich auf die Waage gelegt worden, das ist aber nicht notwendig. Man soll nicht aufwiegen die eine und die andere Seite. Die grundlegende Bildung und die Förderung der Basiskompetenzen und die ganzheitliche Bildung der Schülerinnen und Schüler in den Grundschulen steht ohnehin an oberster Stelle.

Oberstes Gebot sei, dass die Kinder lesen, rechnen und schreiben lernen. Petra Rauh präzisiert, Werken und Gestalten, Musik und Kunst werden in den ersten beiden Klassen jetzt schon integriert, dort gibt es keine klaren Fächerstunden, sondern grundlegenden Unterricht. Hier werde schreiben, rechnen und lesen eben jetzt noch mehr in den Vordergrund gerückt.

In den Jahrgangsstufen drei und vier ist es so, dass die Schulen im Bereich Kunst, Musik und Sport vier bis fünf Stunden planen und Englisch ein bis zwei Stunden. Und die einzelnen Grundschulen können dann in Eigenverantwortung, aber auch in Abstimmung mit uns als Schulamt überlegen, wo setzen wir in diesem Bereich dann die Schwerpunkte.

Die Kulmbacher Schulamtsleiterin macht im Gespräch mit Radio Plassenburg deutlich, Werken und Gestalten sei bei der Basisausbildung der Schüler genauso wichtig. Dort gehe es um feinmotorische Basisfähigkeiten, die die Kinder dann wieder für Lesen und Schreiben bräuchten.

Festgelegt ist in der Pisa-Offensive auch, die bayerischen Grundschüler werden in der ersten und zweiten Klasse 24 Wochenstunden haben und in der dritten und vierten Klasse 28 Unterrichtsstunden.

Hintergrund der Pisa Offensive ist die jüngste Pisa-Studie, in der die sprachlichen und mathematischen Leistungen der deutschen Grundschüler deutlich gesunken waren.

Bayern Kulmbach Pisa-Offensive SChulamt

Das könnte Dich auch interessieren

18.09.2026 Eröffnung nächsten Donnerstag: Woolworth will sein Angebot in Kulmbach erweitern Kommende Woche Donnerstag (24.09.) eröffnet der Woolworth in Kulmbach in der Albert-Ruckdeschel-Straße, im ehemaligen Rofu-Kinderland. Das teilte das Unternehmen aktuell mit. Der neue Standort wird außerdem erweitert. Die Neueröffnung ist Teil der Expansionsstrategie des Unternehmens. Auf rund 781 Quadratmetern Verkaufsfläche soll es ein breites Angebot für den täglichen Bedarf geben. Dazu gehören Mode, Haushaltswaren, Dekoration, 17.09.2026 Zeugen gesucht: Wer hat Streit am ZOB in Kulmbach beobachtet? Die Kulmbacher Polizei sucht Zeugen, die eine Auseinandersetzung gestern Nachmittag am zentralen Omnibusbahnhof in der Stadt beobachtet haben. Ein 49-jähriger Deutscher und ein 21-jähriger Syrer sollen dort aneinander geraten sein. Die beiden gehörten wohl  zu einer größeren Personengruppe. Im Laufe der Auseinandersetzung hat der 21-Jährige leichte Verletzungen erlitten und es kam wohl zwischen mehreren beteiligten 15.09.2026 Zeugenaufruf: wer hat Gerangel in der Kulmbacher Fritz-Hornschuch-Straße beobachtet? Nach einem Streit in der Kulmbacher Innenstadt zwischen mehreren  Personen gestern geht die Polizei heute mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit. Gestern Mittag war wohl ein Streit zwischen mehreren Beteiligten eskaliert, der seit zwei Monaten schwelt. Es sollte wohl zu einer Aussprache in der Fritz-Hornschuch-Straße kommen. Dann ist die Situation aber laut Kulmbacher Polizei eskaliert 14.09.2026 Rekordverdächtig: 19-jährige Autofahrerin in Kulmbach mit drei Promille erwischt Eine junge Autofahrerin hat am Samstag in Kulmbach eine Warnbake gestreift und ist einfach weitergefahren, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Das hat ein Zeuge beobachtet und der Polizei gemeldet. Während die Beamten den Schaden aufgenommen haben, ist die 19-Jährige erneut an der Unfallstelle vorbeigefahren. Sie wurde angehalten und die Polizisten haben Alkoholgeruch bemerkt. Ein