Polizeibilanz nach Pfingstkongress: nicht wenige Zwischenfälle in Coburg

27. Mai 2026 , 08:59 Uhr

Die Polizeibilanz nach dem Pfingstkongress in Coburg  fällt durchwachsen aus. Der Kongress findet seit 1951 statt und ist die Verbandstagung aller Mitgliedsverbindungen des Coburger Convents (CC), der Dachorganisation der deutschsprachigen studentischen Landsmannschaften und Turnerschaften.

Die Zahl der Einsätze und Straftaten dieses Jahr hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht wesentlich verändert. Rund 2.500 Teilnehmer des Coburger Convent waren am Wochenende in der Stadt, dazu kamen etwa 600 Gegendemonstranten. Schon im Vorfeld hatte es Protestveranstaltungen gegeben.

Es gab dieses Jahr einige Zwischenfälle, wie einen Farb- und Buttersäureanschlag, mehrere Beleidigungen, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, kleinere körperliche Auseinandersetzungen und einen Mützenraub. Nach Angaben der Polizei musste der Großteil der Straftaten dem Lager der Gegner des Coburger Convents zugeordnet werden.

Während die Stadt das Treffen auch als wirtschaftlichen Faktor sieht, steht der Kongress seit Jahrzehnten im Zentrum massiver gesellschaftlicher und politischer Kritik. Wesentliche Kritikpunkte sind eine fehlende Abgrenzung nach rechts und ein patriarchales und elitäres Weltbild, das Frauen strukturell ausschließt.

Bilanz Coburg Pfingskongress

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