Unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wird heute in München vor dem Oberlandesgericht gegen einen Frau aus Oberfranken verhandelt. Die Frau war mit ihren drei Kindern 2014 ins Kriegsgebiet nach Syrien gereist, um sich dort dem Islamischen Staat anzuschließen. Vorher soll sie in der Türkei ihren Mann getroffen haben. Nach zehn Jahren war sie mit inzwischen vier Kindern zurückgekehrt.
Jetzt wird ihr der Prozess gemacht. Ein Vorwurf lautet auf Gefährdung des Kindeswohls, weil sie die Kinder mit ins ein Kriegsgebiet genommen und der IS-Ideologie ausgesetzt habe. Die Frau hatte zuletzt jahrelang in einem kurdischen Gefangenenlager in Nordsyrien gelebt. Nach ihrer Rückkehr 2025 wurde sie festgenommen, die Kinder kamen in Obhut des Jugendamts. Der Ehemann soll 2015 ums Leben gekommen sein, die Frau aus Oberfranken soll sich dann einem anderen IS-Kämpfer angeschlossen haben.
Der Prozess ist bis einschließlich 7. Mai auf zunächst 15 Verhandlungstage angesetzt. Wie die Frau heute zum IS steht, ist nicht bekannt.