Fußball

Rummenigge: Mehr Macht für Video-Schiedsrichter

11. Mai 2026 , 07:45 Uhr

Den VAR abschaffen? Im Gegenteil, meint der frühere Weltklasse-Fußballer. Rummenigge würde dem Video-Schiedsrichter weitere Kompetenzen einräumen.

Bayern Münchens früherer Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich dafür ausgesprochen, den Video-Schiedsrichter mit mehr Macht bei strittigen Entscheidungen auszustatten. «In den meisten Fällen greift der VAR ja nicht unbegründet ein. Das bedeutet ja, dass etwas übersehen wurde oder vorgefallen ist, das in Echtzeit auf dem Platz unterging. (…) Also sollte im Keller auch die finale Entscheidung getroffen werden, dort arbeiten alles qualifizierte Menschen», sagte Rummenigge dem «Kicker».

Das würde den Schiedsrichter aus der Diskussion nehmen und die Dinge vereinfachen, so der 70-Jährige: «Uns wird oftmals ein überflüssiges Schauspiel geliefert, das nur Zeit kostet und einen Mann in die Verantwortung bringt, der nicht mehr exklusiv verantwortlich ist, weil im Keller die Entscheidung längst gefallen ist.» Dafür müssten allerdings die Fußball-Regelhüter Ifab den entsprechenden Passus ändern, bislang liegt die endgültige Entscheidung beim Schiedsrichter auf dem Platz.

Rummenigge gegen Abschaffung des VAR

Von einer Abschaffung des VAR, wie von Fans oft gefordert, hält Rummenigge indes gar nichts. «Ich habe leider in meiner Karriere als Spieler und im Management viel zu viele Fehlentscheidungen erlebt. Ich war immer ein großer Befürworter der Technik», betonte der Vize-Weltmeister von 1982 und 1986. Der VAR mache den Fußball seriöser und fairer.

Änderungsbedarf sieht Rummenigge auch bei der Handspielregel. «Zu meiner Zeit gab es bei Handspiel Schwarz und Weiß – heute gibt es fast nur noch Grau. Diese Regel gehört zurück in den Schwarz-Weiß-Bereich. Sie sollte dringend reformiert werden, am besten noch vor der Weltmeisterschaft», erklärte Rummenigge: «Sonst wird es auch dort eine Flut von fragwürdigen Hand-Entscheidungen geben, die am Ende mit darüber entscheiden, wer Weltmeister wird.»

Quelle: dpa

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