Fußball

Schiri Ittrich: «Kimmich weiß immer sofort, was los ist»

16. Mai 2026 , 10:29 Uhr

Joshua Kimmich kennt sich mit den Regeln aus, sagt Schiedsrichter Patrick Ittrich vor seinem Abschied. Er berichtet auch vom Umgang mit anderen Stars.

Der Umgang mit regelsicheren Fußball-Stars ist aus Sicht des scheidenden Bundesliga-Schiedsrichters Patrick Ittrich eine Herausforderung. Ittrich nannte vor seinem letzten Einsatz bei der Partie zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Augsburg im Interview bei «ntv.de» als Beispiel Nationalspieler Joshua Kimmich vom FC Bayern München.

«Joshua Kimmich ist sehr regelfest, weiß immer sofort, was los ist. Dann musst du auch regelfest sein und ihm schnell klarmachen, dass du vielleicht Verständnis für seine Sichtweise hast, aber nun mal die Entscheidungen triffst. Das ist teilweise nicht einfach», sagte Ittrich.

Auch Müller und Hummels klug in Schiedsrichterthemen

Der 47 Jahre alte Hamburger ergänzte: «Bei Thomas Müller und Mats Hummels war es ähnlich. Sie haben ein ausgezeichnetes Spielverständnis, sind klug in Schiedsrichterthemen. Und waren nie böse oder gar beleidigend.» Er könnte noch weitere Spieler nennen, etwa Maximilian Eggestein und Vincenzo Grifo vom SC Freiburg, fügte Ittrich hinzu.

«Es fordert einen Unparteiischen natürlich, wenn Spieler darauf hinweisen, dass man regeltechnisch falsch liegen könnte», sagte er. Fehler könnten gerade in stressigen Spielen immer passieren. «Aber manchmal ist es vor allem ein Austesten vonseiten der Spieler. Dafür muss ich eine Strategie haben, um die betreffenden Akteure abzuholen», erklärte Ittrich.

Einer ist immer stinkig

Die Wertschätzung rings um seine Einsätze vor dem Abschied genießt er. «Eigentlich ist ja immer einer stinkig auf mich, weil ich in irgendjemandes Augen irgendeinen Mist gepfiffen habe und er daher keinen Bock auf mich hat. Aber das ist momentan anders und schon toll, ich sauge das gerade wirklich auf.» Außer Ittrich beenden auch Deniz Aytekin, Tobias Welz und Frank Willenborg ihre Schiedsrichter-Karrieren.

Quelle: dpa

 

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