Bergsport

Schnee und Wind lassen Lawinengefahr steigen

13. Januar 2026 , 10:35 Uhr

Starker Wind, frischer Schnee und dann Wärme: In den Bergen drohen Lawinenabgänge. Was Tourengeher jetzt beachten müssen - und was auch Wanderer wissen sollten.

Endlich Schnee in den Bergen: Tourengeher sollten jedoch ihre Route mit großer Vorsicht wählen. Die Schneefälle der vergangenen Tage haben die Lawinengefahr steigen lassen. Oberhalb von 1.600 Metern herrsche erhebliche Gefahr der Stufe drei auf der fünfteiligen Skala, teilte der Lawinenwarndienst mit. Weiter unten gilt nur mäßige Gefahr der Stufe zwei. 

Ein Hauptproblem in den höheren Lagen sei der Triebschnee, angehäuft durch den starken Wind, erläuterten die Experten. Schneebrettlawinen könnten sich in den eingewehten Bereichen besonders in Rinnen und Mulden schon bei geringer Zusatzbelastung lösen. Die Gefahr nehme mit der Höhe zu – in den Hochlagen schneereicherer Gebiete könne sie stellenweise groß werden. Dies gilt aber der Lawinenkarte zufolge vor allem in den östlichen Allgäuer Alpen und jenseits der österreichischen Grenze. 

Zudem könnten sich feuchte und nasse Lawinen von selbst lösen. Betroffen seien sehr steile Hänge unterhalb von 2.000 Metern wie auch Sonnenhänge weiter oben. Die gestiegenen Temperaturen führten zu einer Anfeuchtung der Schneedecke; der Schnee verliere dadurch an Bindung, hieß es. Auch exponierte Wander- und Verkehrswege könnten betroffen sein. In den nächsten Tagen erwarten die Lawinenexperten allerdings ein Absinken der Gefahr.

Quelle: dpa

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