Bergsport

Schneefall in Bayern - Lawinengefahr steigt

08. Januar 2026 , 18:32 Uhr

Orkanböen, Neuschnee und glatte Straßen: In den bayerischen Alpen droht eine gefährliche Mischung. Ein Blick auf den Lawinenwarndienst.

Noch ist die Lawinengefahr vielerorts gering – doch das könnte sich schnell ändern: Noch in der Nacht werden laut bayerischem Lawinenwarndienst bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet, in Hochlagen der Allgäuer Alpen auch bis 15 Zentimeter. Hinzu kommt starker Wind, teils mit Orkanböen bis 120 Stundenkilometern. Windverfrachtungen lassen dort, wo der Schnee liegen bleibt, die Lawinengefahr steigen. 

«Mit stürmischem Wind und Neuschnee steigt die Lawinengefahr weiter an», erläutern die Experten mit Blick auch auf Schneeschuhwanderer und Skitourengeher, die bisher in diesem Winter zumindest in Bayern noch wenig Chancen auf frischen Neuschnee hatten. 

Unterhalb von etwa 1.000 Metern Höhe geht der Niederschlag zwar in Regen über, so dass es bis Freitagmorgen auf den Straßen glatt werden kann. In den Bergen soll es aber auch in der Nacht zum Samstag schneien. Im Laufe des Tages sei ein Wintereinbruch mit teils 20 bis 40 Zentimetern Neuschnee zu erwarten, erläutert der Lawinenwarndienst. Entsprechend könnte die Gefahr durch Lawinen zunehmen. 

Am Donnerstagabend meldeten die Experten noch eine geringe Lawinengefahr unterhalb der Waldgrenze und eine mäßige Gefahr oberhalb, das bedeutet Stufe zwei auf der fünfstufigen Skala. Doch selbst hier sei Vorsicht geboten: Triebschnee könne durch geringe Zusatzbelastung als kleine oder mittlere Schneebrettlawine ausgelöst werden.

Quelle: dpa

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