Bergwanderung

Schneesturm: Rettungsaktion für bayerische Kinder in Tirol

17. Februar 2026 , 19:39 Uhr

Aus einer Winterwanderung in den Bergen wird ein Notfall. Die Kinder bleiben zwar unverletzt. Doch die Polizei kritisiert die mangelhafte Tourenplanung.

Elf Kinder und Jugendliche aus Bayern sind in Tirol von Bergrettern in Sicherheit gebracht worden. Wie die österreichische Polizei am Dienstag mitteilte, geriet die Gruppe mit zwei Betreuern am Vortag bei Reutte in einen Schneesturm. Alle wurden wohlbehalten geborgen.

Die Betreuer im Alter von 20 und 21 Jahren wollten mit den 8- bis 15-Jährigen zu einer Hütte wandern und mehrere Tage dort verbringen, berichtete ein Alpinpolizist der Deutschen Presse-Agentur. Der Aufenthalt wurde von einem privaten Veranstalter organisiert.

Notruf am Abend – Rettung bis in die Nacht

Die Gruppe war zur Mittagszeit aufgebrochen. Aufgrund des Schlechtwetters und des Tiefschnees dauerte der Aufstieg länger als geplant. Als sie am Abend nach mehr als fünf Stunden ihr Ziel noch nicht erreicht hatten, brachen die Betreuer bei einer anderen, geschlossenen Hütte auf mehr als 1.600 Meter Seehöhe die Wanderung ab und alarmierten die Einsatzkräfte.

Bergretter brachten die Kinder und Jugendlichen sowie die 21-jährigen Betreuer mit Motorschlitten in Sicherheit. Die Bergung dauerte fast bis 23.00 Uhr.

Die Geretteten waren weder verletzt noch unterkühlt, hieß es von der Polizei. Die Gruppe sei zwar gut ausgerüstet gewesen, doch die Wanderung sei unzureichend geplant worden, sagte der Alpinpolizist mit Blick auf das Winterwetter.

Quelle: dpa

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