Prozesse

Sechs Jahre Haft nach tödlicher Drogenübergabe in Neu-Ulm

12. Februar 2026 , 15:04 Uhr

Ein tödlicher Streit bei einer Drogenübergabe in Neu-Ulm: Warum das Gericht auf Notwehr entschied und der Angeklagte dennoch zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde.

Nach einer eskalierten Drogenübergabe mit einem Toten hat das Landgericht Memmingen einen 35-jährigen Mann zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Laut der Anklage wollten zwei Kaufinteressenten dem beschuldigten Deutschen Anfang April 2025 in Neu-Ulm das Rauschgift rauben, woraufhin der Dealer zu einem Messer griff und um sich stach. Die beiden Kontrahenten wurden schwer verletzt, ein 24-Jähriger starb im Krankenhaus.

Der 35-Jährige musste sich ursprünglich wegen Totschlags vor Gericht verantworten, dieser Vorwurf wurde in dem Prozess aber fallengelassen. Denn die Strafkammer wertete den Griff zum Messer als Notwehr. Wie ein Gerichtssprecher berichtete, wurde der Angeklagte allerdings wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu der mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Quelle: dpa

Bayern Drogen Kriminalität Prozess (Gericht) SCHWABEN Urteile

Das könnte Dich auch interessieren

02.03.2026 Luxuswagen illegal nach Russland verkauft - Sechs Jahre Haft Ein Autohändler soll eine Vielzahl teurer Autos von Unterfranken nach Russland verkauft - ein Verstoß gegen Sanktionen. Das muss der Mann nun mit einer Haftstrafe und einem Millionenverlust büßen. 26.02.2026 Urteil: Haftstrafe für Regalauffüller Im vergangenen Jahr machten die Behörden umfangreiche Ermittlungen gegen Regalauffüller in Supermärkten öffentlich. Jetzt gibt es ein Urteil. 25.02.2026 Haftstrafe für Steuerbetrug nach Millionen-Maskendeal Nach einem Maskengeschäft für 22 Millionen Euro muss ein Unternehmer jetzt ins Gefängnis. Was hat er sich zuschulden kommen lassen? 24.02.2026 Fast sieben Jahre Haft für tödliche Raserfahrt mit Tempo 170 Ein Toter und mehrere Verletzte bei der Flucht vor der Polizei: Warum das Gericht trotz der halsbrecherischen Fahrt durch das Stadtgebiet von Kaufbeuren keinen Mord sieht.