Nordische Kombination

Sektdusche zum Karriereende: Rydzek verabschiedet sich

15. März 2026 , 16:15 Uhr

Johannes Rydzek erlebt in Oslo emotionale Momente. Mit der Karriere als Kombinierer ist nun Schluss. Seine Schwester tritt in ungewohnter Rolle auf.

Mit ausgebreiteten Armen genoss Johannes Rydzek die Sektdusche im Ziel. Der zweimalige Olympiasieger hat seine beeindruckende Karriere als Nordischer Kombinierer mit einem achten Platz beim Weltcup-Finale in Oslo beendet. Teamkolleginnen und -kollegen sowie weitere Wegbegleiter herzten ihn ausgiebig.

Der 34-Jährige war nach einem Sprung von der Großschanze und einem zehn Kilometer langen Langlaufrennen der beste Deutsche. Den Sieg sicherte sich der österreichische Gesamtweltcupsieger Johannes Lamparter. Das Ergebnis war an diesem Tag aber Nebensache. «Das gehört sich heute gefeiert», sagte Rydzek in der ARD.

Abgewinkt von der Schwester

Für ihn hatte der Tag am Holmenkollen schon speziell begonnen. Bei seinem Sprung wurde der Oberstdorfer von seiner Schwester Coletta Rydzek mit der Fahne abgewinkt. Der Kombinierer und die Langläuferin, die bei den diesjährigen Winterspielen in Italien Bronze im Teamsprint mit Laura Gimmler gewonnen hat, haben ein sehr enges Verhältnis.

Nach seinem letzten Wettkampfsprung formte Rydzek mit den Händen ein Herz und genoss sichtlich den Moment.

Der Allgäuer nahm in seiner Karriere fünfmal an Olympischen Winterspielen teil und sammelte dabei vier Medaillen. 2018 gewann er zweimal Gold. Zudem gab es 2010 Bronze und 2014 Silber. Bei Weltmeisterschaften holte Rydzek noch mehr Edelmetall – gewann siebenmal Gold. Seiner Sportart will er auch nach der Karriere erhalten bleiben. In welcher Form genau, ist noch nicht bekannt.

«Die Ski werden mich immer begleiten», kündigte er an und sagte: «Es gibt auch noch familiäre Träume und Ziele. Dafür ist jetzt mehr Zeit.»

Quelle: dpa

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