Ein besonderes Windereignis hat bei Lindau für Aufsehen gesorgt: Eine Wasserhose ist über den Bodensee gezogen. Zunächst hatte die «Schwäbische Zeitung» berichtet, dass einige Passanten den Mini-Tornado von der Lindauer Insel aus beobachtet hätten.
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht von einer solchen Wasserhose aus. Zwar hätten sie an der Stelle der Wasserhose keine genauen Winddaten, doch die von ihnen gesichteten Bilder legten nahe, dass es eine Wasserhose gewesen sei. Außerdem zeigen die Winddaten in Lindau laut DWD, dass es am Mittwochnachmittag eine heftige Windböe mit einer Windstärke von 8 bis 9 gab, was der Windgeschwindigkeit eines Sturms gleicht.
Wasserhosen auf dem Bodensee sind selten. Laut DWD tritt dieses Phänomen ungefähr zwei- bis dreimal pro Jahr auf, vor allem aber im September. Die Wassertemperaturen begünstigten dann die Entstehung eines solchen Tornados, bei dem Windströme eine Querzirkulation anfachen. So kann laut DWD ein rotierender Aufwindschlauch entstehen. Die Wasserhose am Mittwoch soll sich für fünf bis zehn Minuten gehalten haben.
Die meisten Wasserhosen gibt es laut DWD wegen der dortigen Wassertemperatur im US-Bundesstaat Florida.
Quelle: dpa