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Senta Berger beim Spielen: «Da trickse ich, wo ich kann»

23. Mai 2026 , 05:30 Uhr

Warum Senta Berger bei Gesellschaftsspielen schummelt, aber bei Preisverleihungen schon die Nominierung feiert – und was ihr dabei am meisten bedeutet.

Senta Berger ist bei Gesellschaftsspielen keine gute Verliererin. «Da trickse ich, wo ich kann», gestand die 85-Jährige der dpa in München. «Alle wissen es. Und das macht ja auch Spaß.» In ihrem kleinen Landhaus in Niederbayern hätten sie und ihre Familie früher oft Spiele gespielt. «Und ich war immer diejenige, die gewinnen wollte und auch gewonnen hat, weil ich manchmal ein wenig geschummelt habe», räumte Berger lachend ein.

Bei Preisverleihungen dagegen freut sie sich schon über eine Nominierung – so wie beim Deutschen Filmpreis, bei dem sie ins Rennen um die Ehrung als beste Hauptdarstellerin geht für ihren aktuellen Kinofilm «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke».

«Ich finde die Nominierung schon eine Auszeichnung», erklärte Berger mit Blick auf die Verleihung am 29. Mai in Berlin. «Ich bin ja von der Sektion Schauspiel gewählt worden und das bedeutet mir sehr viel, dass Kollegen diese Arbeit gesehen haben und wertschätzen.» 

Preistreppe im Hause Berger

Die 85-Jährige wurde schon vielfach geehrt – und doch hat jede Trophäe für sie eine besondere Bedeutung. «Ich verbinde mit den Preisen von früher schon den Abend, die Verleihung, die Aufregung, also das spüre ich schon noch», sagte Berger. Und alle haben einen zentralen Platz: «Wir haben zu Hause eine schöne, alte Treppe, die hinaufführt in den ersten Stock, und weil sie so breit ist, haben wir an der Mauerseite an allen Stufen Michaels und meine Preise aufgestellt», erzählte die Schauspielerin, die mit dem 2024 verstorbenen Filmemacher Michael Verhoeven verheiratet war.

Ihre Vorfreude auf den Deutschen Filmpreis ist dennoch groß – umso mehr, da auch ihr Sohn Simon Verhoeven Chancen auf eine Auszeichnung hat. Seine Tragikomödie «Ach, die Lücke, diese entsetzliche Lücke» ist unter anderem in den Kategorien Bester Spielfilm, Regie, Drehbuch oder Beste männliche Hauptrolle nominiert. 

«Es war eine besonders schöne Drehzeit und wir haben gewusst, es wird ein besonderer Film. Wir haben nicht daran gedacht, dass dieser Film so geliebt wird», sagte Berger.

Quelle: dpa

 

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