Alpin

Ski-Star Odermatt gewinnt Gesamt- und Abfahrtsweltcup

13. März 2026 , 13:23 Uhr

Marco Odermatt ist der beste Skirennfahrer der Gegenwart. Erneut holt er den Gesamtweltcup und mindestens eine Disziplinwertung - dafür muss er nicht mal die Abfahrt von Courchevel gewinnen.

Marco Odermatt hat sich im fünften Winter nacheinander den Gesamtsieg im alpinen Ski-Weltcup gesichert. Der Schweizer kam bei der Abfahrt von Courchevel auf den dritten Platz und machte den Triumph im Kampf um die große Kristallkugel rechnerisch perfekt. Zudem gewann der beste Skirennfahrer der Gegenwart vorzeitig die kleine Abfahrts-Kugel. Der 28-Jährige kann in beiden Wertungen in den letzten Saisonrennen nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. Der Alpin-Dominator ist zudem noch Favorit auf die Spezialwertungen im Super-G und im Riesenslalom.

«Das ist natürlich unglaublich», sagte Odermatt im Schweizer Fernsehen zu seinen fünf großen Kristallkugeln in Serie. «So etwas ist weder planbar, noch traut man es sich als Bub zu wünschen. Es muss so viel zusammenspielen, dass das Jahr für Jahr möglich ist.»

Im Zielraum von Courchevel ballte Odermatt zufrieden und erleichtert die Faust – auch wenn es nach seinem Abfahrtserfolg zuletzt in Garmisch-Partenkirchen nicht zum nächsten Sieg reichte. Diesen sicherte sich Vincent Kriechmayr, der 0,09 Sekunden Vorsprung auf Giovanni Franzoni aus Italien hatte. Kriechmayr beendet dabei eine negative Rekordserie der Ski-Nation Österreich, die seit fast genau drei Jahren und dabei 23 Weltcups keine Abfahrt mehr gewonnen hatte.

Odermatt profitiert von Patzer des Teamkollegen

Odermatt hat bei sechs ausstehenden Rennen – zwei Super-G in Courchevel an diesem Wochenende und dann je eine Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom beim Weltcupfinale von Lillehammer – 632 Punkte Vorsprung auf Lucas Pinheiro Braathen. Weil der für Brasilien startende Riesenslalom-Olympiasieger aber in den Speed-Events seinem Schweizer Rivalen deutlich unterlegen ist, gab es schon vor Courchevel kaum Zweifel am Gesamtsieg von Odermatt.

Zumindest etwas spannender hatte es in der Abfahrtswertung ausgesehen, in der Franjo von Allmen seinen Teamkollegen Odermatt theoretisch noch hätte abfangen können. Weil der Olympiasieger aber in Courchevel ausschied, war Odermatts Erfolg schon fix, noch bevor dieser sich aus dem Starthaus schob.

Deutsches Duo weit abgeschlagen

Die beiden deutschen Starter spielten beim Ausgang der schwierigen Abfahrt keine Rolle. Simon Jocher wurde mit 3,17 Sekunden Rückstand 41.; der junge Maximilian Schwarz landete in seiner erst fünften Weltcup-Abfahrt auf dem 46. Rang (+3,90).

Quelle: dpa

 

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