Iran-Konflikt

Söder für mehr Rücktransporte von Touristen aus Golfregion

03. März 2026 , 14:25 Uhr

Seit dem Ausbruch des Krieges im Iran ist der zivile Luftverkehr im Nahen Osten praktisch zum Erliegen gekommen. CSU-Chef Söder mahnt mehr Schutz von Gestrandeten in der Region an.

CSU-Chef Markus Söder wünscht sich mehr Anstrengungen beim Rücktransport von deutschen Touristen aus der Golf-Region wegen des Iran-Krieges. «Das kann man noch weiter ausbauen, finde ich, weil wir hoffen sehr, dass alle möglichst schnell wieder heimkommen und dann bei uns wieder in Sicherheit sind», sagte der bayerische Ministerpräsident nach einer Sitzung seines Kabinetts in Nürnberg. Er hoffe sehr, dass der «Bund Gestrandete und dann auch bayerische Touristen» so schnell wie möglich wieder heimhole. 

Sicherheitsmaßnahmen in Bayern werden erhöht

Darüber hinaus würden in Bayern wegen der «Intervention im Iran» die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung erhöht, sagte Söder. Dabei handele es sich um «Standardmaßnahmen, die gemacht werden bei einer erhöhten Sicherheitslage durch das Innenministerium». Es gehe etwa um den Schutz der Infrastruktur sowie insbesondere auch amerikanischer und israelischer Einrichtungen. Die bereits vorhandene Beobachtung werde weiter erhöht und verstärkt.

Am Abend wird erster Flieger aus Dubai in München erwartet

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. Laut dem Deutschen Reiseverband (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Am Abend wird in München eine Sondermaschine aus Dubai mit rund 200 Urlaubern am Münchner Flughafen erwartet. 

Israel und die USA hatten am Wochenende massive Luft- und Raketenangriffe auf den Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie Ziele in der Golfregion. Seither ist der Flugverkehr in der Golfregion erheblich gestört.

Quelle: dpa

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