Spanien souverän weiter

Der Europameister nimmt Fahrt auf: «Sind unersättlich»

03. Juli 2026 , 04:35 Uhr

Spanien zählt zu den großen Titel-Kandidaten bei dieser WM - und zeigt gegen Österreich, warum. Dabei sind die Schlüsselspieler des Europameisters noch gar nicht in Topform.

Selbst ein souveränes 3:0 im ersten K.-o.-Spiel gegen Österreich stellte Europameister Spanien bei dieser WM noch längst nicht zufrieden. «Ich bestehe darauf: Im nächsten Spiel können wir uns immer noch verbessern. Wir wollen mehr. Wir wollen uns weiter verbessern. Dieses Team hat seinen Zenit noch nicht erreicht», sagte Trainer Luis de la Fuente nach dem jederzeit ungefährdeten Einzug ins Achtelfinale. 

Schon bevor Portugal und Cristiano Ronaldo für das Duell in Dallas am 6. Juli als Gegner feststanden, verkündete de la Fuente: «Wir sind unersättlich. Wir sind noch nicht zufrieden. Wir wollen mehr.»

Torjäger Mikel Oyarzabal per Doppelpack (36./89. Minute) und Pedro Porro (66.) trafen beim nie gefährdeten Erfolg der Südeuropäer, zum Spieler des Spiels gewählt wurde aber Lamine Yamal – der bislang noch gar nicht in Vollbesitz seiner Kräfte war. «Nach und nach fühle ich mich wieder wie ich selbst, mache die Sprints, die ich brauche, die Dribblings und all das», sagte der 18-Jährige. Jede Aktion wurde von der Mehrheit der 70.492 Zuschauer im Los-Angeles Stadion euphorisch bejubelt, kein Spielername war auf mehr Trikots zu sehen, als seiner. 

De la Fuente gibt Yamal immer mehr Spielzeit

Beim 0:0 gegen Kap Verde war Yamal in der 71. Minute in die Partie gekommen, es war sein erster Einsatz seit April. Eine Verletzung am Oberschenkel hatte ihn die Endphase der Saison gekostet. Gegen Saudi-Arabien reichte die Kraft für die erste Halbzeit und ein Tor, gegen Uruguay stand der Profi des FC Barcelona bis zur 76. Minute auf dem Feld und gegen Österreich flitzte er bis zur 85. Minute über den rechten Flügel. 

«Ich bin jetzt bei 100 Prozent. Ich bin bereit, so viele Minuten zu spielen, wie der Trainer möchte», verkündete Yamal. «Natürlich muss ich mich weiter ausruhen und gut auf mich achten, aber ich bin bei 100 Prozent.» 

Nach der Entwarnung bei Nico Williams, dessen Einsatzfähigkeit de la Fuente für das Achtelfinale schon vor dem Sieg gegen Österreich angekündigt hatte, heißt das: Spanien, das schleppend in dieses Turnier gestartet ist, hat Fahrt aufgenommen.

Quelle: dpa

 

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