Erdbeben

Erdbeben erschüttert Mexiko und Guatemala: keine Toten

17. Juli 2026 , 19:36 Uhr

Nach dem Erdbeben vor der Küste von Chiapas verlassen Menschen ihre Häuser. Die Zivilschutzbehörden prüfen mögliche Schäden. Eine Frau springt aus ihrer Wohnung und wird dabei verletzt.

Ein starkes Erdbeben hat Südmexiko erschüttert und war im Nachbarland Guatemala ebenfalls zu spüren. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte ereignete sich das Beben der Stärke 7,3 vor der mexikanischen Pazifikküste rund 58 Kilometer südwestlich von Puerto Madero im Bundesstaat Chiapas in einer Tiefe von rund 18 Kilometern. 

Eine Tsunami-Warnung wurde herausgegeben, wie Marineminister Raymundo Morales sagte. Er rief die Menschen auf, sich von der Küste fernzuhalten. Der Meeresspiegel könne bis zu einem halben Meter ansteigen. Auf das Beben folgten laut dem mexikanischen Seismologischen Institut mindestens 39 mittelschwere bis starke Nachbeben, das schwerste davon der Stärke 6,5. 

Nach den Erschütterungen um die Städte Huixtla und Ciudad Hidalgo wurden zunächst keine Schäden gemeldet, wie Präsidentin Claudia Sheinbaum auf der Plattform X schrieb. Laut Guatemalas Präsidenten Bernardo Arévalo wurden in dem mittelamerikanischen Land keine Todesfälle gemeldet. Der Katastrophenschutz Conred sprach allerdings von einigen Schäden und Erdrutschen. 

Haitianische Frau springt vom zweiten Stock

Eine haitianische Frau erlitt Medienberichten zufolge schwere Verletzungen, nachdem sie in Panik von ihrer Wohnung in einem zweiten Stock in der mexikanischen Stadt Tapachula gesprungen war, als sie das Erdbeben spürte. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Protokolle zur Überprüfung möglicher Schäden liefen weiter, sagte der Leiter des Zivilschutzes von Chiapas, Arturo Barrientos, dem Sender N+. Nach der ersten Erschütterung um 08.48 Uhr Ortszeit (16.48 MESZ) gingen in Chiapas Menschen auf die Straßen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Quelle: dpa

Erdbeben Guatemala Mexiko

Das könnte Dich auch interessieren

05.08.2026 Durchfall-Ausbruch in USA - Mehr als 10.000 bestätigte Fälle In den USA nehmen Fälle der Magen-Darm-Erkrankung Cyclosporiasis kein Ende. Bereits Hunderte Krankenhausaufenthalte hat der Parasit verursacht. Im Verdacht steht ein unscheinbares Lebensmittel. 05.08.2026 Hochaktiver Vulkan in Guatemala erneut ausgebrochen Wieder versetzt der als hochaktiv geltende Feuervulkan in Guatemala Anwohner in Alarm. Rund 1.400 Menschen werden in Sicherheit gebracht. Bei einer Eruption 2018 tötete der Vulkan rund 200 Menschen. 04.08.2026 Mehr als 6.000 Tote nach Erdbeben in Venezuela Nach den Erdbeben vor mehr als einem Monat in Venezuela sind bislang nicht mal ein Viertel der Trümmer beseitigt worden. Tausende Menschen werden noch vermisst. 01.08.2026 Verletzte und Schäden nach Erdbeben bei Neapel Am Abend schreckt ein Erdbeben der Stärke 4,7 die Menschen bei Neapel auf - der stärkste Erdstoß seit Jahrzehnten dort. Doch in der Nacht und am Morgen gibt es weitere Nachbeben.