Störaktionen bei Grünen-Versammlungen: Kulmbacher Kreisverband wirft Markus Söder populistischen Feldzug vor

28. Februar 2024 , 06:08 Uhr

Erst im Landkreis Hof, dann in Hirschaid bei Bamberg. Versammlungen von Grünen-Politikern sind auch in Oberfranken in den letzten Wochen von Demonstranten teils heftig gestört worden, nicht nur im baden-württembergischen Biberach. In Hirschaid hat die Polizei vor einer Woche 30 Mitglieder des örtlichen Grünen-Kreisverbandes in kleinen Gruppen zu ihren Autos gebracht – zur Sicherheit. Rund 300 Landwirte und andere Demonstranten hatten sich vor dem Veranstaltungsraum versammelt, in den Raum geleuchtet, Pyrotechnik gezündet und Lärm gemacht.

Der Kreisverband Kulmbach der Grünen spricht von einem wütenden Mob aus 300 Rüpeln, von Grünen-Mitgliedern, die übelst beschimpft worden seien, und sie machen auch Ministerpräsident Söder mitverantwortlich. Den Grünen Mimosenhaftigkeit vorzuwerfen sei eine Verharmlosung und Billigung der Gewalt, die dort passiert sei. Sie werfen Ministerpräsident Söder einen populistischen Feldzug gegen die Grünen vor.

Nach der CSU-Vorstandssitzung am Montag in München hatte Söder erklärt, er sei kein Freund von Störaktionen und ganz klar gegen jede Form von Gewalt. Es gebe für keine Gruppe einen Bonus, weder für Ladendiebe noch für Klima-Kleber oder andere Formen der Nötigung. Gleichzeitig hatte der Ministerpräsident aber auch erklärt, viele Menschen seien schlichtweg empört über die Grünen, er hatte der Partei viel Mimosenhaftigkeit attestiert und den Grünen mehr Standhaftigkeit empfohlen.

Grüne Kulmbach Söder

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