Die Kronacher Schützen bekommen ihren Zuschuss über eine halbe Million Euro für einen neuen Pistolenschießstand. Aber das Thema ist in Kronach nicht vom Tisch. Wegen des vielen Geldes gibt es in der Stadt eine heiße Debatte und auch viel Kritik.
Zum Beispiel von SPD-Stadträtin Marina Schmitt. Sie kritisiert vor allem, dass der Antrag nur mündlich gestellt wurde, dass Fakten wie Mitgliederzahlen des Vereins, Gewinne und Finanzen und auch eine konkrete Aufstellungen, was der Pistolenschießstand kosten wird, komplett fehlen. Außerdem stellt sie in Frage ob das Kronacher Freischießen, das der Schützenverein organisiert, tatsächlich keine großen Gewinne mehr abwirft. Immerhin habe es vergangenes Jahr einen Nettogewinn von 45.000 Euro gegeben.
Dass der Vereinszuschuss von einer halben Million Euro ohne irgendwelche schriftlichen Belege gewährt wurde, nennt sie einen Skandal. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Stadt Kronach ihre freiwilligen Leistungen für Vereine vor acht Jahren komplett gestrichen hatte.