Trump kündigt Einigung an

Was wir über den möglichen Iran-Deal wissen - und was nicht

24. Mai 2026 , 18:42 Uhr

Kommen bald «gute Nachrichten» zum Krieg im Iran? Donald Trump und sein Außenminister stellten das in Aussicht - dann rudert der US-Präsident ein Stück weit zurück.

US-Präsident Donald Trump hat einen Durchbruch in den Verhandlungen über ein Ende des Iran-Kriegs angekündigt – und die aufkommende Hoffnung nach nur einer Nacht wieder gedämpft. Er habe seine Vertreter angewiesen, «nichts zu überstürzen», schrieb Trump am Sonntagvormittag (US-Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es dürfe «keine Fehler» geben. 

US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor in Indien in Aussicht gestellt, die Welt würde möglicherweise schon in den kommenden Stunden «gute Nachrichten» zu hören bekommen. Auch Trump hatte sich am Samstag deutlich zuversichtlicher geäußert. 

Im Kern geht es bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zunächst um ein sogenanntes Memorandum of Understanding (MoU), eine Art Rahmenvereinbarung für weitere Friedensgespräche, die insbesondere für die Straße von Hormus von großer Bedeutung sein soll. 

Darum soll es in dem Rahmenabkommen gehen

Das US-Nachrichtenportal «Axios» berichtete unter Berufung auf einen US-Beamten, der Entwurf sehe eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage vor. In dieser Zeit würde die für die Weltwirtschaft bedeutende Meerenge gebührenfrei befahrbar sein. Der Iran würde sich verpflichten, die dort verlegten Minen zu räumen – und zumindest zusagen, niemals Atomwaffen anzustreben. Im Gegenzug würden die USA die Blockade iranischer Häfen aufheben und Sanktionsausnahmen gewähren.

Der Entwurf mache zudem deutlich, dass der Krieg zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon beendet werden würde. Der Deal würde kein abruptes Kriegsende mit dem Abzug der US-Streitkräfte bedeuten. 

In den Stunden nach Trumps erster Ankündigung ging es um die Deutungshoheit mit teils widersprüchlichen Aussagen aus den USA und dem Iran zum Stand der Verhandlungen und den Inhalten des Rahmenabkommens.

Was Trump und Rubio sagen:

Was der Iran sagt: 

Was Israel sagt: 

Quelle: dpa

 

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