In Bayern bezieht im Schnitt rund jedes siebte Kind aus Bürgergeld-Familien Leistungen aus dem sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket. Das zeigt eine Untersuchung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, die auf Daten der Bundesagentur für Arbeit basiert.
Der Freistaat liegt mit 14,9 Prozent unter dem Bundesschnitt auf Rang fünf. In Kulmbach ist die Quote noch geringer, nur 4,7 Prozent, in Kronach nur 4,3 der berechtigten Familien beziehen Teilhabe-Leistungen. In Lichtenfels sind es 5,3 Prozent.
Dem Verband zufolge ist das vor zwölf Jahren eingeführte Bildungs- und Teilhabepaket damit gescheitert. Weil man mit 15 Euro im Monat nicht weit kommt, aufgrund fehlender Angebote vor Ort, bürokratischer Hürden, oder einfach weil die Leistung nicht bekannt ist, kritisiert Margit Berndl, Vorständin des Paritätischen in Bayern.
Das Bildungs- und Teilhabepaket soll einkommensschwache Familien dabei unterstützen, ihren Kindern den Zugang zum sozialen und kulturellen Leben, wie zum Beispiel den Besuch eines Sportvereins oder Musikunterrichts, zu ermöglichen.