Verkehr

Tödliche Unfälle auf dem Land - Bayern startet Kontrollmonat

31. Mai 2026 , 06:00 Uhr

Landstraßen - gefährlicher als Autobahnen? Mit verschärften Verkehrskontrollen will die Polizei nun auf die Gefahr aufmerksam machen und die Unfälle auf dem Land eindämmen.

Mit verstärkten Kontrollen auf Bayerns Landstraßen will die Polizei im Juni gegen schwere Verkehrsunfälle vorgehen. Innenstaatssekretär Sandro Kirchner kündigte einen Schwerpunktmonat für mehr Sicherheit auf Landstraßen an. «Gerade auf Landstraßen ereignen sich besonders viele schwere Unfälle. Deshalb setzen wir ein klares Zeichen für mehr Sicherheit», sagte der CSU-Politiker.

Die meisten Todesopfer im Straßenverkehr gebe es in Bayern außerorts auf Landstraßen. Nach Angaben des Innenministeriums starben im vergangenen Jahr dort 313 Menschen, 16 mehr als im Jahr davor. Besonders stark gestiegen sei die Zahl tödlicher Geschwindigkeitsunfälle. Hier habe es ein Plus von mehr als 13 Prozent gegeben.

Tempolimit, riskante Überholmanöver, Alkohol und Drogen 

Im Fokus der Kontrollen stehen laut Innenministerium somit Geschwindigkeitsverstöße, aber auch riskante Überholmanöver, Ablenkung am Steuer sowie Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Die Polizei werde im gesamten Freistaat verstärkt mobile und stationäre Verkehrskontrollen durchführen. «Wer glaubt, auf Nebenstrecken unbeobachtet zu sein, irrt. Unsere Polizei ist auch dort im Einsatz und greift konsequent durch», sagte Kirchner.

Die Aktion ist Teil des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 «Bayern mobil – sicher ans Ziel». Es gehe darum, die Zahl schwerer Unfälle zu senken und das Sicherheitsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu stärken, hieß es. Begleitet wird der Schwerpunktmonat von Präventionsmaßnahmen und der Kampagne «Sicherheit kommt gut an». Allein beim Polizeipräsidiums Oberbayern Nord werden rund 300 Einsatzkräfte in die Schwerpunktaktion eingebunden sein.

Es gibt im Zuge der Aktion auch etwas zu gewinnen. Ein Gewinnspiel soll Tipps und Hinweise vermitteln, wie jeder Einzelne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und insbesondere auf den Landstraßen sorgen kann.

Quelle: dpa

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