Tötungsdelikt in Wunsiedel: Spuren vom Tatort deuten auf elfjährigen Jungen

08. April 2023 , 11:10 Uhr

Nach dem Tötungsdelikt in Wunsiedel bleibt Fassungslosigkeit. Bundesweit herrscht Entsetzen darüber, dass allem Anschein nach ein elfjähriger Junge am Tod eines zehnjährigen Mädchens in einem Kinderheim in Wunsiedel beteiligt war.
Gestern haben Polizei und Staatsanwaltschaft erste Ergebnisse der Spurenauswertungen vom Tatort bekannt gegeben.
Was genau mit der Tatbeteiligung des elf Jahre alten Jungen gemeint ist, bleibt unklar. Wie das zehn Jahre alte Mädchen zu Tode gekommen ist und ob es weitere Tatbeteiligte gibt, dazu gibt es ebenfalls  keine Angaben. So wie das getötete Mädchen war auch der Elfjährige in dem Kinderheim untergebracht. Er wurde in eine gesicherte Einrichtung gebracht, heißt es von der Polizei.

Bayerns Innenminister Herrmann lobt die schnelle und akribische Arbeit der 40-köpfigen Soko Park. Sozialministerin Ulrike Scharf schreibt, die Polizei gebe den Menschen ein Stück Sicherheit zurück.
Laut Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft habe man am Dienstag, als das Mädchen tot in einem Zimmer in dem Wunsiedler Kinderheim gefunden worden war, sofort Spuren gesichert und  umgehend zur Auswertung ans Landeskriminalamt geliefert.
Die weitere Auswertung von Spuren und auch die Anhörung des Jungen werden noch einige Zeit dauern, heißt es weiter und man werde mit Blick auf das Alter der Beteiligten vorerst keine weiteren Auskünfte geben.
Innenminister Herrmann sprach in diesem Fall von sehr schwierigen und komplexen Ermittlungen, insbesondere auch, weil sehr viele Kinder und Jugendliche zu befragen sind. Die Arbeit sei noch lange nicht abgeschlossen.

In Wunsiedel ist in der Nähe des Kinderheims inzwischen ein Ort geschaffen worden, an dem Menschen ihre Anteilnahme bekunden können. Viele Menschen wollten  Blumen niederlegen und Kerzen aufstellen, so die Stadt. Deswegen habe man in unmittelbarer Nähe des Kinderheims zusammen mit der Pfarrei und der Polizei so einen Ort geschaffen. Bürgermeister  Lahovnic hat seinen Urlaub unterbrochen, er und sein Stellvertreter Manfred Söllner arbeiten an der Bewältigung und Aufarbeitung der schrecklichen Tat.

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