Mehr als eine Woche nachdem in einem Kinderheim in Wunsiedel ein zehnjähriges Mädchen tot in einem Zimmer gefunden worden ist, bleibt das Tötungsdelikt Dauerthema. Die 40-köpfige Sonderkommission der Polizei hat über Ostern weiter gearbeitet. Spuren auswerten, Befragungen durchführen, Indizien sammeln.
Bis in die höchste Ebene zeigen Volksvertreter ihr Entsetzen darüber, dass ein elfjähriger Junge in Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen soll.
Am Karfreitag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass Spuren vom Tatort den Jungen aus dem Heim schließen lassen.
Auf welche Art das Mädchen umgekommen ist, zu einer Tatwaffe oder einem Motiv gibt es keine näheren Angaben mit Hinweis auf die Ermittlungen und die Befragung der Kinder in dem Heim. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen dazu nichts sagen. Ein Sexualdelikt stufen sie bisher als unwahrscheinlich ein.
Allerdings weist auch der Innenminister drauf hin, dass die Spurenauswertungen und die Befragungen noch nicht abgeschlossen sind und noch lange dauern können. Weil zu den Zeugen auch viele Kinder und Jugendliche zählen, werde besonders sensibel vorgegangen, heißt es von der Staatsanwaltschaft.