Nach dem Tod eines zehnjährigen Mädchens in einem Kinderheim in Wunsiedel ist das Entsetzen groß. Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung hatten die Zehnjährige am Dienstag tot in einem Zimmer gefunden. Bisher gibt es offiziell keine Verdächtigen. Laut Staatsanwaltschaft sind keine Verdächtigen in Gewahrsam.
Die dpa beruft sich auf Sicherheitskreise und berichtet, zwei 11-jährige Jungs und ein 16-Jähriger seien in einer Einrichtung des Jugendschutzes. Es gebe wohl Indizien, dass die drei am Tod des Mädchen beteiligt gewesen seien. Zum jetzigen Zeitpunkt wird aber wohl nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Unfall handeln könnte.
Das Kinder- und Jugendhilfezentrum in Wunsiedel betreut fast 90 Kinder und Jugendliche, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammen.
Bayerns Innenminister Herrmann erklärte er sei angesichts dieser Tat fassungslos, Sozialministerin Ulrike Scharf will heute nach Wunsiedel kommen.
Manfred Söllner, zweiter Bürgermeister der Stadt Wunsiedel:
Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich bedeckt um die Ermittlungen nicht zu stören, es gibt eine Sonderkommission.