Skeleton-Pilot Heraskewytsch

Ukrainer nach Olympia-Eklat: Trete 2030 an - mit dem Helm

04. März 2026 , 18:16 Uhr

Wladyslaw Heraskewytsch wird bei den Winterspielen ausgeschlossen, weil er einen Helm mit Kriegsopfern tragen will. Vor den Paralympics ruft er zum aktiven Protest auf - und verrät auch eigene Pläne.

Sichtbare Zeichen auf der großen Bühne statt stiller Boykott: Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch ruft die paralympischen Athleten zum Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge auf. Der Ukrainer erklärte wenige Tage vor dem Start der Paralympics, warum er dabei einen Boykott der Wettkämpfe nicht für den besten Weg hält. «Wenn wir die Bühne verlassen, überlassen wir sie Russland. Das ist meine größte Sorge. Deshalb glaube ich eher an sichtbaren Protest», sagte Heraskewytsch der «Bild». «Unsere Athleten sollten im Wettkampf zeigen, dass sie damit nicht einverstanden sind.»

Der 27-Jährige selbst war bei den Olympischen Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ums Leben gekommen sind.

Der Fall schlug Wellen, Bilder der IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die den Skeletoni in Cortina noch umzustimmen versuchte und in einem Interview nach dem Ausschluss in Tränen aufgelöst war, gingen um die Welt.

Skeleton-Pilot will 2030 bei Olympia eine Medaille holen

Heraskewytsch will sich in verschiedenen Projekten weiter bei dem Thema engagieren und auch vor Gericht weiterkämpfen. «Wir werden juristisch weiter gegen meine Disqualifikation vorgehen», sagte er. Sein Ziel: «Ich trete 2030 mit meinem Helm bei den Winterspielen in Frankreich an und hole dort eine Medaille.»

Quelle: dpa

Krieg Olympia Skeleton Ukraine

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