Die SpVgg Bayreuth wird ab der kommenden Saison den Spielbetrieb auf Amateurbasis ausrichten, weiterhin mit vollem Fokus auf die eigene Jugendarbeit. Der Schritt ist Teil einer wirtschaftlichen Neuausrichtung, mit der der Verein auf die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen reagiert und die in den vergangenen Monaten eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen konsequent fortführt. Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba erklärt:
Das bedeutet nicht, dass wir nicht die gleichen Ambitionen in der Regionalliga haben, aber wir müssen einfach aus wirtschaftlicher Sicht zurückdrehen, um das, was bereits in den letzten Monaten an Kosten reduziert wurde, weiterzuführen. Natürlich ist das alles nichts, was von heute auf morgen geht, aber wir hoffen, dass wir mit der Unterstützung unserer Sponsoren und Partnern gute Möglichkeiten finden werden.
Gleichzeitig betont der Verein, dass es sich hierbei um den aktuellen Planungsstand handelt. Gespräche mit potenziellen Investoren und weiteren Partnern werden weiterhin geführt. Veränderungen an der Ausrichtung sind daher grundsätzlich möglich, sollten sich neue tragfähige Perspektiven ergeben. Cheftrainer Lukas Kling ordnet die Entscheidung aus sportlicher Sicht ein:
Für uns bedeutet die Umstellung vor allem organisatorische Veränderungen im Trainings- und Spielbetrieb. Mit Abendtrainingseinheiten und angepassten Strukturen werden wir den Spielern ermöglichen, Beruf, Ausbildung oder Studium mit dem Fußball zu verbinden. Sportlich werden wir weiterhin alles daransetzen, in der Regionalliga konkurrenzfähig zu bleiben und eine Mannschaft zu formen, die sich über Einsatz, Identifikation und mannschaftliche Geschlossenheit definiert.
Die SpVgg Bayreuth sieht in der Rückkehr zur Amateurbasis die Chance, den Verein auf ein langfristig solides Fundament zu stellen, junge Spieler weiterzuentwickeln und die regionale Identität zu stärken. Gemeinsam mit Fans, Sponsoren und Partnern soll der eingeschlagene Weg transparent und verantwortungsvoll gestaltet werden.