Im September hat er seine erste Medaille im Hammerwurf geholt und noch in diesem Jahr könnte er seine erste eigene App veröffentlichen. Der Kulmbacher Hammerwerfer Merlin Hummel studiert nebenbei online das Fach „angewandte KI“. In den letzten Jahren hat er das Hammerwerfen und sein Studium kombiniert. Er hat mithilfe von Künstlicher Intelligenz eine App entwickelt, die unter anderem die Hammerbahn visualisiert, so Merlin Hummel:
Das ganze ist aus der Idee gekommen, dass die Hammerbahn entscheidend ist, wie gut du deine Technik ausführst. Und Technik hat einen sehr großen Anteil an der Wurfweite. Und das hab ich die letzten zwei Jahre intensiv gemerkt. Dass ich eben nicht signifikant stärker geworden bin, sondern mich signifikant in der Technik verbessert habe und deswegen auch signifikant die Weite steigern konnte.
Bereits vor der WM hat der 23-Jährige mit der App trainiert und in Tokio über 82 Meter weit geworfen.
Die App analysiert Videos von Hammerwürfen. Sie zeigt die Hammerbahn und die Neigung sowie die Endgeschwindigkeit des Hammers an. In der App können auch Videos miteinander verglichen werden. Außerdem gibt es eine Live-Funktion, mit der Hammer und Körper direkt analysiert werden. Nach dem Wurf wird dann ein Ergebnis per Sprachfunktion ausgegeben.
Aktuell bekommt die App den letzten Feinschliff. Ein genaues Veröffentlichungsdatum konnte Merlin Hummel uns nicht nennen. Der Plan ist aber, dass die gesamte Hammerwurf-Trainingsgruppe damit im Winter arbeiten kann.