Welche Auswirkungen haben Kurzvideos auf TikTok oder Instagram auf uns? Das haben Bayreuther Wissenschaftler untersucht. Dafür haben sie 42 internationale Studien mit insgesamt rund 47.000 jungen Teilnehmenden ausgewertet. Das Ergebnis: Eine intensive und unstrukturierte Nutzung von Kurzvideo-Plattformen hat mehrere negative Effekte. Dadurch steige die Unaufmerksamkeit und die Impulsivität. Es verschlechtere sich aber auch das Arbeitsgedächtnis und die Selbstregulation. Dazu kommt, dass Angst, Stress und depressive Symptome häufiger auftreten. Entscheidend sei dabei nicht nur die Bildschirmzeit, sondern vor allem das Design der Plattformen mit endlosem Scrollen und personalisierten Empfehlungen. Schutz bieten laut den Forschenden klare digitale Routinen, Medienkompetenz und ein unterstützendes soziales Umfeld. Die Studie ist im Fachjournal „European Child & Adolescent Psychiatry“ erschienen.