Iran-Krieg

US-Schauspieler Stiller: «Krieg ist kein Film»

09. März 2026 , 16:41 Uhr

Immer wieder nutzt die US-Regierung bekanntes Film- oder Musikmaterial für eigene Videoclips - wohl ohne zu fragen. Jetzt beschwert sich deswegen Schauspieler Ben Stiller.

Der US-Schauspieler Ben Stiller («Nachts im Museum») hat das Weiße Haus gebeten, einen Ausschnitt aus seinem Film «Tropic Thunder» aus einem Videoclip zum Iran-Krieg zu entfernen. «Wir haben euch nie die Genehmigung gegeben und haben kein Interesse daran, ein Teil eurer Propaganda-Maschinerie zu sein», schrieb Stiller auf der Plattform X. «Krieg ist kein Film.»

Das Weiße Haus hatte den Videoclip ebenfalls via X rund eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs veröffentlicht und mit den Worten «Gerechtigkeit auf amerikanische Art» kommentiert. Der Clip zeigt Ausschnitte aus verschiedenen Filmen – neben «Tropic Thunder» unter anderem «Top Gun» und «Iron Man 2» – vermischt mit realen Szenen beispielsweise von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Für die 2008 veröffentlichte Actionkomödie «Tropic Thunder» schrieb Stiller das Drehbuch, produzierte, führte Regie und spielte die Hauptrolle.

Die US-Regierung hat in der Vergangenheit bereits mehrfach bekanntes Musik- oder Filmmaterial verwendet. Immer wieder haben deswegen Stars, wie zuletzt beispielsweise die Sängerin Sabrina Carpenter, sich über die ungefragte Nutzung ihres geistigen Eigentums beschwert.

Quelle: dpa

Film Iran Israel Konflikte Krieg Leute USA

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Wie Dubais Influencer den Krieg zeigen Panik geht um in Dubai - auch unter Influencern. Einige verfolgen schockiert die Angriffe, andere sprechen vom «Vertrauen ins System». Im Land drohen harten Strafen für Kritik an der Regierung. 11.03.2026 «Geschosse» treffen Schiffe in und nahe Straße von Hormus Noch fahren einige Schiffe durch die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und den iranischen Küsten. Aber die Passage wird langsam unberechenbar. 11.03.2026 Iran-Krieg lässt Sorge um Energiesicherheit wachsen Die Straße von Hormus ist ein wichtiges Nadelöhr der internationalen Schifffahrt. Laut Berichten will der Iran die Meerenge nun mit Minen blockieren. US-Präsident Trump droht der Führung in Teheran. 10.03.2026 Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen», kündigte der israelische Regierungschef an.