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vbw-Index: Fast alle Rohstoffe verteuern sich erheblich

06. Mai 2026 , 05:00 Uhr

Für Bayerns leidgeprüfte Industrie bedeutet der Iran-Krieg eine weitere Hiobsbotschaft, da die Energiekosten steigen. Doch teurer werden keineswegs nur Öl und Gas.

Neben Öl und Gas haben sich nach Analyse der bayerischen Wirtschaft nahezu alle Metalle in den vergangenen Monaten erheblich verteuert. «Die Rohstoffpreise liegen nahezu wieder auf dem Rekordhoch von 2021», sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Der Rohstoffpreisindex des Verbands stieg im Laufe des ersten Quartals um 14,3 Prozent auf 188,9 Punkte verglichen mit den ersten drei Monaten 2025 sogar um ein knappes Viertel (plus 23,1 Prozent). 

Der vbw-Index erfasst neben Rohöl Industriemetalle, Edelmetalle und seltene Erden – wobei letztere ebenfalls zu den Metallen zählen, aber vor allem in elektronischen Bauteilen, Batterien und Magneten verbaut werden.

Edelmetalle an der Spitze

Den größten Preisanstieg verzeichneten demnach im ersten Quartal Edelmetalle mit einem Plus von über 34 Prozent – und das, obwohl Gold und Silber im Laufe des März wieder billiger wurden. An zweiter Stelle folgten seltene Erden mit einem Preisanstieg von 29,3 Prozent – hierfür sind laut vbw hauptsächlich die Exportkontrollen der chinesischen Regierung verantwortlich, die den Großteil des Weltmarkts für die seltenen Erden kontrolliert. 

Industriemetalle verteuerten sich laut vbw um 14,3 Prozent. Auffällig: Lithium wurde um über 80 Prozent teurer, Wolfram sogar um mehr als 130 Prozent. Ersteres wird unter anderem für Elektroauto-Batterien benötigt, letzteres laut Brossardt für KI-Chips und Waffen.

Quelle: dpa

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