Anschlagspläne

Verdacht auf Trump-Anschlag: WEF-Mitarbeiterin entlastet

29. September 2026 , 14:18 Uhr

Eine WEF-Mitarbeiterin gerät nach einer anonymen E-Mail unter Anschlagsverdacht – doch die Ermittlungen entlasten sie vollständig. Was die Bundesanwaltschaft dazu mitteilt.

Wenige Stunden vor dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump im Januar in Davos ist eine Mitarbeiterin des Weltwirtschaftsforums (WEF) unter Anschlagsverdacht festgenommen worden. Die Anschuldigungen aus einer anonymen E-Mail hätten aber nicht bestätigt werden können, teilte die Bundesanwaltschaft nun mit. Sie habe das Verfahren eingestellt. Den Fall hatten die Schweizer Tamedia-Zeitungen und die ARD zuvor publik gemacht. 

In Davos fand im Januar das übliche WEF-Jahrestreffen statt, zu dem neben hunderten Unternehmern auch immer Politiker aus aller Welt anreisen. 

Nach den Berichten war eine gebürtige Iranerin, die als IT-Expertin beim WEF arbeitete, in der E-Mail an die US-Botschaft in Bern bezichtigt worden, ein geplantes Attentat auf Trump koordiniert zu haben. Die Bundesanwaltschaft hat die Frau umgehend festgenommen und verhört, sowie polizeiliche Ermittlungen in Auftrag gegeben, wie sie berichtet. 

Anschuldigungen nicht bestätigt

Die Frau war nach den Medienberichten nicht beim WEF-Jahrestreffen in Davos, sondern in der Zentrale des WEF in Cologny bei Genf. Ermittler hätten sie bis tief in die Nacht verhört und ihre Telefone und ihren Computer beschlagnahmt und geprüft. «Dabei hat sich gezeigt, dass die im anonymen Mail vorgebrachten Anschuldigungen nicht bestätigt werden konnten», teilt die Bundesanwaltschaft mit. «Das traf auf alle Aspekte der Anschuldigungen zu, weshalb das Verfahren eingestellt wurde».

Die Frau wurde nach den Medienberichten kurz nach dem Vorfall entlassen. Über die Gründe schweigt das WEF. Es hat sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Fall geäußert.

Quelle: dpa

Diplomatie Iran Justiz Konferenzen Kriminalität Schweiz USA

Das könnte Dich auch interessieren

03.10.2026 Anklage gegen Iraner: Terrorplan gegen jüdische Gemeinde? Die beiden Männer sollen im nordenglischen Manchester Anschläge auf die jüdische Gemeinde vorbereitet haben. Die Anti-Terror-Polizei ermittelt. 03.10.2026 Bolsonaro-Sohn fordert Brasiliens Präsidenten Lula heraus Lula will weiterregieren, Flávio Bolsonaro das Erbe seines Vaters antreten. Vor der Wahl am Sonntag prägen mehrere Konflikte das riesige Land: Es geht um Sicherheit, Korruption und Souveränität. 03.10.2026 Gerichtsantrag enthüllt Details zu gescheiterter Hinrichtung Christa Pike überlebte zwei Giftspritzen und befindet sich nun in kritischem Zustand. Ihre Anwälte berichten von schweren Komplikationen bei der gescheiterten Hinrichtung in Tennessee. 02.10.2026 Gescheiterte Hinrichtung: Christa Pike in kritischem Zustand Zweimal wird Christa Pike ein tödliches Mittel verabreicht - doch sie stirbt nicht. Der US-Bundesstaat Tennessee stoppt vorerst weitere Hinrichtungen. Was über ihren Gesundheitszustand bekannt ist.