Im Prozess um den Angriff auf einen 28-jährigen Rumänen während der Kulmbacher Bierwoche 2025 haben heute (Fr 06.11.) weitere Zeugen aus dem Umfeld der beiden Angeklagten ausgesagt.
Immer wieder hieß es: „Daran erinnere ich mich nicht mehr.“ Dabei zeigen Videoaufnahmen den Angriff mit Flaschenschlägen, Fausthieben und Tritten gestochen scharf. Ein Zeuge hatte unmittelbar nach der Tat bei der Polizei noch erklärt, die Gruppe habe sich gegenseitig hochgeschaukelt, weil sie Lust gehabt habe, jemandem „auf die Fresse zu hauen“. Vor Gericht behauptete er dagegen, sich von vielem nichts mehr erinnern zu können.
Auch mögliche ausländerfeindliche Äußerungen waren Thema. So soll in der Tatnacht unter anderem das Wort „Kanake“ gefallen sein. Die Verteidigung versuchte, die Aussage des Zeugen bei der Polizei infrage zu stellen. Er habe sich bei der Vernehmung eingeschüchtert gefühlt, erklärte der junge Mann. Zudem berichtete ein Polizist von einer früheren Auseinandersetzung der beiden Angeklagten am selben Abend im Bierstadel. Sie seien dabei als Hauptaggressoren aufgefallen und hätten einen Platzverweis erhalten.
Die beiden 21-Jährigen müssen sich wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Angriff ereignete sich im Juli 2025 am Kulmbacher Holzmarkt. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.