In Oberfranken werden jüdische Friedhöfe mit moderner Technik vor dem Vergessen bewahrt. Viele alte Grabsteine sind so stark verwittert, dass Namen und Inschriften kaum noch zu erkennen sind. Der Bezirk Oberfranken setzt deshalb auf ein neues 3D-Verfahren. Mit bis zu 120 Fotos wird jeder Stein rundum erfasst und zu einem digitalen Modell zusammengesetzt. So lassen sich selbst verblasste Schriftzüge wieder lesbar machen. Entwickelt wurde die Methode von Wolfgang Hegel. Er ist Kultur- und Heimatpfleger beim Bezirk. Das Projekt wird zusammen mit der Uni Bamberg umgesetzt – auch Ehrenamtliche helfen mit. Damit würden wertvolle Zeugnisse jüdischer Kultur und Geschichte in Oberfranken gerettet, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm.