Nach den massiven Schneefällen der letzten Tage herrscht in ganz Oberfranken eine erhebliche Schneebruchgefahr. Der schwere, nasse Schnee lastet so stark auf den Baumkronen, dass Äste jederzeit lautlos abbrechen oder ganze Bäume unvermittelt umstürzen können.
Die Behörden haben bereits reagiert und zahlreiche Waldwege sowie gefährdete Straßenabschnitte vorsorglich gesperrt. Der Waldspaziergang muss also erstmal ausfallen. Besonders tückisch bleibt die Lage durch das einsetzende Tauwetter, da der Schnee dadurch noch schwerer wird, bevor er abrutscht. Neben der Gefahr in den Wäldern wird auch zu erhöhter Vorsicht in der Nähe von Gebäuden geraten, da sich jederzeit massive Dachlawinen lösen können.
Bei Langensendelbach im Landkreis Forchheim hat ein Förster mehrere Frauen aufgehalten, die mit ihren Hunden im Wald spazieren gehen wollten und dabei über bereits umgestürzte Bäume gestiegen waren. Eine der Frauen hatte auch ein Baby dabei.